_______________________________________________________________________ Donnerstag 01.12.2022, 19.30 Uhr Zentralbibliothek im Kulturpalast, Dresden Seit ich weiß, dass Du lebst Liebe und Widerstand in finstersten Zeiten Buchpremiere mit Nora Goldenbogen „Seit ich weiß, dass Du lebst“. Dieser Satz prägte, sprachlich variiert, vielfach den Briefwechsel meiner Eltern zwischen Juni und November 1946. Damals lebten sie tausende Kilo- meter getrennt voneinander und hatten gerade erst erfahren, dass alle beide überlebt hatten. Kennengelernt hatten sie einander 1934 im Pariser Exil – Vater, ein deutscher politischer Emigrant, und Mutter, eine rumänische Jüdin, die in Frankreich neu anfangen wollte. Ihre Ende September 1935 in Bukarest geschlossene Ehe galt als „Rassenschande“ und konnte als Verbrechen geahndet werden. Aufgrund einer Denunziation gerieten sie ins Visier der Gestapo in der Deutschen Gesandtschaft in Bukarest. Der nationalsozialistische Verfolgungsapparat begann zu arbeiten. Sie wurden getrennt. Erst Ende 1946 trafen sie einander in Dresden wieder. Eine Veranstaltung in Kooperation von Weiterdenken – Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen, HATiKVA – Bildungs- und Begegnungsstätte für Jüdische Geschichte und Kultur Sachsen e. V. und Städtische Bibliotheken Dresden _______________________________________________________________________ ________________________________________________________________________
Als 1868 der Hauptcollecteur Gabriel Wallerstein auf dem Neuen Israelitischen Friedhof beerdigt wurde, hatten die Dresdner Juden zum ersten Mal wirklich einen „Guten Ort“ für ihre Toten gefunden. Das Buch erzählt von der wechselvollen Geschichte dieses Ortes und stellt neue Forschungserkenntnisse vor. Dazu gehört auch die Erfassung des petrographischen Bestandes und der umfangreichen Flora. Fast 40 ausgewählte Biogramme geben ein bewegendes Zeugnis von der Vielfalt des Lebens innerhalb einer mittelgroßen jüdischen Gemeinde.
Jetzt zum Preis von 28,00 € erhältlich bei HATiKVA e.V. Pulsnitzer Straße 10