Die Anfragen zu Bildungsveranstaltungen sind nur per E-Mail: liehm@hatikva.de möglich. Bitte unbedingt das Anmeldeformular dafür benutzen! ________________________________________________________________ Sonntag 08.02.2026, 14.00 Uhr Treff: vor dem Glockenpavillion am Dresdner Zwinger Mahngang „Täter*innenspuren” Der Mahngang „Täter*innenspuren” 2026 steht unter dem Titel „Dresden, die unmenschliche Stadt“ und setzt sich damit bewusst mit dem Mythos der „unschuldigen“ Stadt auseinander. Im Jahr der jüdischen Kultur rückt dieser Mahngang Werte wie Humanismus und Solidarität in den Mittelpunkt und richtet den Blick auf Täter*innen und Institutionen, die an Verfolgung, Ausgrenzung und Mord beteiligt waren. Der Rundgang beginnt um 14:00 Uhr am Glockenspiel- pavillon des Dresdner Zwingers. Von dort thematisieren Stationen die Rolle kirchlicher Akteure, der Polizei als Instrument nationalsozialistischer Verfolgung, die rassenpolitische Praxis des Stadtgesundheitsamtes sowie weibliche Täter*innenschaft im Kontext pseudowissenschaftlicher „Rassenforschung“. Der Mahngang endet am Zoo Dresden mit der Frage nach dem Umgang mit der eigenen Geschichte der Völkerschauen. Der Mahngang versteht sich als Beitrag zu einer solidarischen Erinnerungskultur, die Täter*innen-Handeln sichtbar macht und zugleich jene Werte betont, denen es entgegenstand. ______________________________________________________________________ _____________________________________________________________________________ Archiv Kalenderblätter 2023 Archiv Kalenderblätter 2024 Archiv Kalenderblätter 2025 Archiv Buch der Woche 2026 ________________________________________________________________________________
„Seit ich weiß, dass Du lebst“. Dieser Satz prägte, sprachlich variiert, vielfach den Briefwechsel meiner Eltern zwischen Juni und November 1946. Damals lebten sie tausende Kilometer getrennt voneinander und hatten gerade erst erfahren, dass alle beide überlebt hatten. Kennengelernt hatten sie einander 1934 im Pariser Exil – Vater, ein deutscher politischer Emigrant, und Mutter, eine rumänische Jüdin, die in Frankreich neu anfangen wollte. Ihre Ende September 1935 in Bukarest geschlossene Ehe galt als „Rassenschande“ und konnte als Verbrechen geahndet werden. Aufgrund einer Denunziation gerieten sie ins Visier der Gestapo in der Deutschen Gesandtschaft in Bukarest. Der nationalsozialistische Verfolgungsapparat begann zu arbeiten. Sie wurden getrennt. Erst Ende 1946 trafen sie einander in Dresden wieder.
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