06.05.2010

 Donnerstag, 19.00 Uhr, Eintritt: 3,00 €, ermäßigt: 2,00 €
 Ort: HATiKVA e.V., Pulsnitzer Straße 10


„In schweigender Freude beginnen wir die Arbeit“ - Zur Gründung des Kulturbunds deutscher Juden 1933

Vortrag Kristina-Monika Hinneburg

Als Reaktion auf das nationalsozialistische Berufsbeamtengesetz stellt die Gründung des Kulturbunds deutscher Juden ein anfänglich außergewöhnliches, rückblickend heikles Beispiel jüdischer Selbsthilfe dar: Bis in den Krieg hinein wurden dort Theaterstücke, Operninszenierungen und Vorträge ausschließlich „von Juden – für Juden“ dargeboten. Noch Jahrzehnte später quälte den Zeitzeugen Herbert Freeden „der Zweifel nicht an der Wichtigkeit, sondern der Richtigkeit seiner Existenz“. Was war der Kulturbund: „Kulturelle Oase“ oder „kulturelles Ghetto“? Der Vortrag beleuchtet die Gründung des Berliner Kulturbunds und veranschaulicht die Konflikte, die deutsche Juden miteinander austrugen in ihrem Ringen um eine jüdische kulturelle Identität unter extremen, unvorhersehbaren Bedingungen. Hierbei sollte auch Lessings „Nathan“ als mögliche Identifikationsfigur keine unbedeutende Rolle spielen…
 


  09.05.2010

 Sonntag, 16.00 Uhr, Eintritt: 5,00 €, ermäßigt: 4,00 €
 Treff: Haupteingang Altmarktgalerie, Herbert-Wehner-Platz


„…ein Haus der Andacht allen Völkern“

… sollte die am 8. Mai 1840 feierlich geweihte Synagoge der Israelitischen Religionsgemeinde zu Dresden werden. Das verkündete eine Inschrift auf dem Tor zum damaligen Synagogenterritorium. 170 Jahre nach dem historischen Festakt kann man auf einem Rundgang den Spuren der damaligen Geschehnisse rund um den Bau folgen, angefangen von den kleinen privaten Betstuben des späten 18. Jahrhunderts bis zur europaweit gerühmten Dresdner Synagoge, entstanden nach Entwürfen von Gottfried Semper. Endpunkt wird eine Besichtigung der Neuen Synagoge Dresden und der mit ihr verwobenen Spuren des Vorgängerbaus sein.

(Mindestteilnehmerzahl:5 - männliche Teilnehmer bitte mit Kopfbedeckung) )
 


  16.05.2010

 Sonntag, 14.00 Uhr, Eintritt: 4,00 €, ermäßigt: 2,50 €
 Treff: Alter Jüdischer Friedhof, Pulsnitzer Straße 12


Der älteste erhaltene jüdische Friedhof in Sachsen - Geschichte und Besonderheiten

Einem Kriminalstück gleicht die Geschichte des Alten Jüdischen Friedhofes in Dresden. Es ist der älteste erhaltene jüdische Friedhof in Sachsen. Unter einem dichten Baumdach versteckt er sich mit seinen alten Steinen und Geschichten in der Äußeren Neustadt. Zahlreiche zu Unrecht vergessene Persönlichkeiten fanden hier ihre letzte Ruhestätte. Gehen Sie mit uns auf eine spannende Spurensuche.

(gemeinsam mit art.Hour - männliche Teilnehmer bitte mit Kopfbedeckung)
 


 
 
26.05.2010 -
 

 Mittwoch, 17.00 Uhr, Eintritt: 6,00 €, ermäßigt: 5,00 €
 Treff: Jüdenhof, Freitreppe Verkehrsmuseum


Jüdisches Leben im Stadtzentrum

Im Mittelpunkt des Stadtrundganges steht der Besuch der Neuen Synagoge Dresden. Zuvor suchen wir rund um den Jüdenhof, zwischen Brühlscher Terrasse und Carolabrücke Plätze auf, die mit dem Leben der Dresdner Juden vom Mittelalter bis zur Gegenwart verbunden sind.
(Mindestteilnehmerzahl:5)

(gemeinsam mit igeltour - männliche Teilnehmer bitte mit Kopfbedeckung)
 


 
 
27.05.2010 -
 

 Donnerstag, 19.30 Uhr, Eintritt: 9,00 €, ermäßigt: 6,00 €, VVK: 8,00 €, ermäßigt: 5,00 €
 
Ort: Gemeindezentrum der Jüdischen Gemeinde zu Dresden, Hasenberg 1


„Ich darf das, ich bin Jude“
Lesung mit Oliver Polak

Oliver Polak, bekannt aus diversen Programmen bei VIVA, RTL und Sat1, zugleich Vertreter eines ebenso selbstironischen wie gesellschaftskritischen Humors, liest aus seinem 2008 erschienenen Buch. Zitat: „Mein Name ist Oliver Polak, ich bin dreißig Jahre alt - und ich bin Jude. Sie müssen trotzdem nur lachen, wenn es Ihnen gefällt.“ Im Übrigen hat er eine Bitte: „Lesen Sie dieses Buch nicht aus schlechtem Gewissen oder politischer Korrektheit. Kaufen Sie sich für diesen Zweck lieber ein zweites Exemplar.“

Veranstaltung im Rahmen der Reihe "Nu, ma lacht" in Kooperation mit der Jüdischen Gemeinde

Karten im VVK bei Dresden Ticket, an der Kasse des Societaetstheaters, bei OLD ABRAHAM und an allen bekannten Dresdner VVK-Stellen zzgl. VVK-Gebühr erhältlich.